Masterplan für Industrie

Positionspapier von ÖGB und AK: Investieren statt privatisieren.

"Wir brauchen einen Masterplan zur Stärkung des Industriestandorts Österreich. Die Zukunftschancen der heimischen Industrie liegen in qualitativ hochwertiger Produktion und Innovationsförderung, und nicht in Lohn- und Sozialdumping auf Kosten der Beschäftigten", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar. Er und AK-Präsident Rudi Kaske übergaben am 23. Juni der Regierung ihre Positionen für eine neue Industriepolitik.

ÖGB und AK wissen als Vertretung der ArbeitnehmerInnen am besten, dass man sich "angesichts der schwierigen Lage am Arbeitsmarkt und der Herausforderungen, die mit Industrie 4.0 ins Haus stehen, nicht zurücklehnen kann", wie Kaske betont. Im Masterplan müssen neben Investitionen zur Stansdortsicherung auch die schulische und berufliche Bildung sowie die Schaffung eines fairen internationalen Wettbewerbs enthalten sein, also etwa die Bekämpfung des internationalen Steuerdumpings.

Schlüsselunternehmen in Österreich halten

"Notwendig sind etwa Investitionen in öffentliche Infrastruktur, Forschung und Bildung sowie eine Stärkung strategischen österreichischen Eigentums. So kann der Standort für künftige Generationen gesichert werden", so Foglar. Im Gespräch mit der Wiener Zeitung forderte Foglar, dass die neue Industrieholding des Bundes, die Öbib, keine Privatisierungsagentur sein dürfe: "Wenn wir Schlüsselunternehmen nicht in Österreich halten, werden wir es mit Arbeitsplätzen sehr schwer haben." Das Negativbeispiel sei die Telekom, die nicht mehr in österreichischer Hand sei.

Das Konzept von ÖGB und AK, das der Regierung übergeben wurde, stellt die Schwerpunkte aus Sicht der ArbeitnehmerInnenseite dar. Ziel ist es, damit einen Diskussionsprozess anzustoßen. Am Ende muss eine abgestimmte Strategie für den Industriestandort Österreich stehen, mit der sich sowohl die ArbeitnehmerInnen- als auch die Arbeitgeberseite identifizieren kann.

Das Positionspapier gibt es unter: goo.gl/Cy5PWK

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