Arbeiten bei Hitze

Arbeitgeber und Beschäftigte können einiges tun, damit das Arbeiten bei Hitze erträglich wird.

Mit steigender Temperatur sinkt die Leistung. An sommerlichen „Hundstagen" mit 35 Grad beträgt sie nur noch 50 Prozent. Der Kopf schmerzt, der Kreislauf spielt nicht mehr mit. Durch Schwitzen verliert man vor allem bei anstrengender körperlicher Arbeit viel Flüssigkeit – die Folgen können bis zum Kollaps reichen. Auch das Risiko für Arbeitsunfälle steigt mit der Temperatur. So etwas wie „Hitzefrei" ist trotzdem nicht vorgesehen.

Arbeitgeber dürfen die Hitze aber nicht ignorieren. Wenn möglich, müssen sie für Schatten sorgen, etwa durch Rollos oder Sonnenschutzplanen. Auch Kühlung durch Ventilatoren gehört dazu. Alkoholfreie Getränke hat der/die ChefIn zu besorgen – besonders wichtig dort, wo es kein Trinkwasser gibt. Wenn das alles nicht ausreicht, müssen organisatorische Maßnahmen ergriffen werden, sprich: Pausen!

Aber auch die ArbeitnehmerInnen selbst können einiges tun, damit das Arbeiten bei Hitze erträglich und sicher wird:
• Trinken: Vor allem Mineralwasser ohne Kohlensäure, Kräutertees ohne Zucker. Ungeeignet sind Alkohol, Limonaden, aber auch Milch. Bei mittelschwerer Arbeit bei mehr als 30 Grad sollte es ein Viertelliter alle 20 Minuten sein.
• Anziehen: Am besten Kleidung aus hellem, dünnem Stoff, der Feuchtigkeit durchlässt.
• Abkühlen: Handgelenke unter fließendes Wasser halten.
• Essen: Kühlende Lebensmittel sind zum Beispiel: Äpfel, Salbei, Joghurt, Melone, Zitrusfrüchte, Tomate, Gurke, Zucchini.

Neben der Hitze ist die Sonne die große Gefahr beim Arbeiten im Freien. Trotzdem: Sonnenschutz wird weitgehend vernachlässigt, die Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt. In Österreich gibt es jährlich 2.000 Fälle. Achtung: Die Gefahr durch die Sonne hängt nicht von der Hitze ab. Ende April ist die Belastung genauso hoch wie im August, und auch Wolken halten nur einen Teil der schädlichen Strahlen ab.

Richtig vor Sonne schützen:
• Wenn möglich, im Schatten arbeiten.
• Im Schatten Pausen machen.
• Kopfbedeckung, Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen.
• Möglichst große Teile der Haut mit Kleidung bedecken.
• Sonnencreme für alle Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind.
• Besonders aufpassen: im Gebirge und bei reflektierenden Flächen (Schnee, Wasser, Blechdächer ...).

Mehr Tipps:
www.gesundearbeit.at
www.auva.at

Richtig Urlaub machen

Immer mehr ArbeitnehmerInnen arbeiten auch in ihrer Freizeit – 17 Prozent sogar im Urlaub, hat der Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich ergeben. Doch der Urlaub sollte natürlich zur Erholung da sein. So kann's gelingen:
• Nicht zu kurz: Optimal für Stressabbau und Erholung von Körper und Geist wären drei Wochen am Stück.
• Nicht arbeiten: Das heißt auch, keine beruflichen E-Mails zu checken, keine Fachliteratur nachzulesen, sich nicht von Vorgesetzten oder KollegInnen telefonisch stören lassen.
• Nichts vorschreiben lassen: Erholung schaut nicht für alle gleich aus. Während die einen zwei Wochen Nichtstun und Strandliegen brauchen, müssen andere auf Berge klettern und Radrennen fahren, um abzuschalten.

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