Urlaubsgeld fällt nicht vom Himmel

Dank starker Gewerkschaften gibt es im Sommer mehr Lohn bzw. Gehalt am Konto.

Wenn der Sommer naht, freuen sich viele nicht nur auf warme Sonnenstrahlen, sondern, wie auch zu Weihnachten, über ein zusätzliches Gehalt. Für die einen ist es das notwendige Geld für das tägliche Leben, für andere ein schöner Urlaub. Was die meisten von ihnen nicht wissen, ist, dass der Arbeitgeber das Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht aufgrund eines Gesetzes zahlt. Die Gewerkschaften haben das in die meisten Kollektivverträge verhandelt. Nur wer einem Kollektivvertrag unterliegt, hat Anspruch auf 13. und 14. Lohn bzw. Gehalt.

Noch nicht für alle

„Aufgrund starker Gewerkschaften gibt es in Österreich eine sehr hohe Abdeckung durch Kollektivverträge und damit einen flächendeckenden Anspruch auf diese Sonderzahlungen. Es bedarf aber noch viel gewerkschaftlicher Arbeit in Bereichen, in denen die Beschäftigten keine rechtlich verbindlichen Ansprüche vorfinden", sagt ÖGB-Bundesjugendsekretär Stefan Bartl. Freie DienstnehmerInnen zum Beispiel erhalten kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Aufklärung wirkt

Da viele ArbeitnehmerInnen all das nach wie vor nicht wissen, starten ÖGB und Gewerkschaften im Juni eine Infokampagne. Die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) wird auf ihrer Bädertour quer durch Österreich über das Thema Kollektivvertrag und Urlaubsgeld informieren. Und das wieder mit Erfolg, wie IFES-Umfragen zeigen. Denn das Wissen über die rechtlichen Grundlagen der Sonderzahlungen ist in den letzten Jahren gestiegen. Jüngere Angestellte wissen besser darüber Bescheid als ältere. Die ÖGJ wird aber nicht nur informieren, sondern auch die Urlaubskasse etwas aufbessern. Beim Gewinnspiel können Mitglieder bis zu 500 Euro für den Reisekoffer gewinnen. Die Chance darauf gibt es ab Ende Juni bis Ende September.

www.oegj.at

Ihr Betriebsrat

pinguine_betriebsrat
zentralbetriebsrat
sport
gesundheit

Andere Sprachen